Drei gängige Meditationsmythen, die ich häufig höre, mit einer kurzen Antwort:

Mythos #1: “Ich bin nicht gut in Meditation. Ich habe es ein paar Mal versucht, aber ich kann es einfach nicht”. Meditation ist eine Fähigkeit wie jede andere. Um zu lernen, wie man meditiert, braucht man die gleichen Voraussetzungen wie beim Klavier- oder Golfspielen. Es braucht 1. Einen guten Lehrer 2. Viel Übung 3. Ausdauer und Geduld.

Mythos #2: ‘So sehr ich mich auch bemühe, ich kann meine Gedanken während der Meditation nicht anhalten’. Das Denken zu stoppen ist nicht das Ziel oder der Sinn der Meditation. Wie das Sehen für das Sehen und die Empfindung für die Berührung ist, so ist das Denken der normale und natürliche Ausdruck des Geistes. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, in der Meditation mit den Gedanken zu arbeiten‘, je nachdem, welche Art von Praxis man ausübt. Wenn Sie sich für eine Konzentrationspraxis entscheiden, besteht das Ziel darin, Ihre Aufmerksamkeit auf ein ’Objekt‘ zu richten, in der Regel den Atem. Jedes Mal, wenn Sie sich in Gedanken verfangen, kehren Sie einfach mit Ihrem Bewusstsein zum Atem zurück. Mit der Zeit verbleibt das Gewahrsein länger und leichter auf dem Atem; Gedanken kommen immer noch vor, aber sie tauchen auf und verschwinden wieder, ohne dass unser Gewahrsein eingreift.

Mythos#3: ‘Ich sollte nach jeder Meditation glückselig sein. Glückseligkeit kann ein glückliches Nebenprodukt einer engagierten Praxis sein, sie ist nicht das Ziel. Ihr nachzujagen endet in Enttäuschung und verfehlt das Ziel. Die tiefgreifenderen Geschenke einer nachhaltigen Praxis sind die Erfahrung von Klarheit, Gleichmut, Freiheit, Mitgefühl, ein tiefes Gefühl des Wohlbefindens unabhängig von äußeren Umständen und mehr.